BONS BAISERS de PARIS

French Swing Jazz

André Loos – Bass, Susanna Bartilla – Vocals, Hanna Bienert – Violin, Romani Weiss – Guitar (v.l.n.r)

Die French Swing Jazz Band Bons Baisers de Paris wurde 2024 von der deutsch-französischen Jazzsängerin Susanna Bartilla und der Jazzviolonistin Hanna Bienert in Berlin gegründet.

Beide Musikerinnen haben lange Jahre in Paris gelebt und es war ihnen ein Anliegen, diese einzigartige Musik, die in Frankreich zum hochverehrten Kulturerbe und bei allen Generationen zum Allgemeinwissen gehört, von kitschigen Stereotypen zu befreien und in ihrer ganzen bewegenden Schönheit im vollen Respekt der ursprünglichen Komponisten und Interpreten darzubieten.

Die Bons Baiser spielen neben dem sorgfältig kuratierten und zusammengestellten Repertoire der großen Künstler aus den 30-50er Jahren auch eine Reihe stimmiger und swingender Kompositionen von Gitarrist Romani Weiß mit mal tiefgründigen, mal heiter-melancholischen französischen Texten von Frontfrau Susanna Bartilla.

French Swing Jazz mit modernem Charme

Susanna Bartilla und Hanna Bienert

Hanna und Susanna sind für dieses gemeinsame Projekt prädestiniert. Schon vor 15 Jahren lernten sich die beiden Wahlpariserinnen dort im Quartier Latin kennen und merkten bald, dass sie vieles gemeinsam hatten, unter anderem die Heimat Berlin.

 Die vielen Jahre in Frankreich hinterliessen bei beiden Musikerinnen tiefe Spuren und kulturelle Eindrücke, die sie jetzt als Bons Baisers de Paris (liebe Grüsse aus Paris) begleitet von den Ausnahmemusikern Romani Weiss (Gitarre) und André Loos (Kontrabass) dem deutschen Publikum kredenzen.

Susanna Bartilla

Die deutsch-französische Jazzsängerin Susanna Bartilla studierte an der anerkannten Pariser Jazzschule EDIM und hat in den letzten 15 Jahren vier von der Kritik hochgelobte Alben veröffentlicht.

Mit ihrer unverkennbaren rauchig-samtigen Stimme gelingt ihr eine sehr charmante Mischung aus dem West Coast Cool Jazz einer Anita O’Day, einem Hauch von Juliette Grécos Pariser Flair und dem sinnlichen Timbre des ‚Blauen Engel‘ Marlene Dietrich, die wie die Wahlpariserin Bartilla in Berlin geboren wurde.

Susannas facettenreiche Stimme lässt ein ausgewähltes Repertoire von Songs schimmern, die mit den richtigen Worten und Melodien genau die Geschichten erzählen, die uns alle tief berühren. Sie strahlt eine warme, intime Bühnenpräsenz aus, die das Publikum sofort in ihren Bann schlägt.

Sie tritt regelmässig in vielen europäischen Jazzclubs und Festival auf, insbesondere in Paris und Berlin.

Hanna Bienert, Violine

Die Berliner Jazzgeigerin Hanna Bienert begann das Violinespiel im Alter von 5 Jahren und entdeckte als Teenager ihre Leidenschaft für Jazz und improvisierte Musik an der Gitarre.

Ihre grosse Liebe zur Jazzvioline wurde geweckt, als sie zum ersten Mal eine Aufnahme von Stéphane Grapelli hörte.

Sie absolvierte Studien bei Ulli Bartel und war an verschiedenen Bandprojekten in Berlin beteiligt, bevor sie  sieben Jahre in Paris lebte, um bei dem berühmten Jazzgeiger Didier Lockwood zu studieren. Dort tauchte sie intensiv in die französische Tradition der Jazzvioline ein. Im Laufe ihrer Karriere spielte Hanna auf zahlreichen Bühnen in ganz Europa, darunter beim Edinburgh Jazz Festival, Brecon Jazz Festival und Breda Jazz Festival. Sie widmet sich ebenfalls der Komposition und arrangiert für Theater, Pop- und Filmmusik.

Romani Weiss, Gitarre

Romani Weiss, aufgewachsen im Berliner Stadtteil Wedding, erlernte seine ersten Gitarrengriffe von seinem Cousin, dem später weltberühmten Jazzviolinisten Martin Weiss.

Gemeinsam sammelten sie ihre ersten professionellen Erfahrungen als Musiker und wurden in ihrer Jugend in Berliner Clubs als Geheimtipp gehandelt. Im Jahr 1979 schloss sich Romani dem Häns’che Weiss Quintett an, wo er auf dem ersten Musikfest der Sinti in Darmstadt auftrat und einen bedeutenden Beitrag zur deutschen Jazzgeschichte leistete.

Romani Weiss gilt als Experte des melodiösen Jazz, wobei seine unverkennbare Melodieführung, mitreißende Virtuosität und musikalische Sensibilität im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus ist Romani ein versierter und hochrespektierter Arrangeur von Musik, und seine einzigartigen Arrangements sind auf verschiedenen CD-Produktionen zu hören.

Auch komponiert er eigene Stücke, die seine kreative Vielseitigkeit und musikalische Ausdruckskraft hervorheben.

Neben seiner beeindruckenden musikalischen Karriere ist er auch in mehreren TV-Dokumentationen zu sehen, darunter der 2021 für die ARD produzierte Film „Der lange Weg der Sinti und Roma“, der mit dem deutschen Menschenrechts-Filmpreis ausgezeichnet wurde.

André Loos, Bass

André Loos studierte an der Hanns-Eisler-Schule und war zunächst im Bereich Theater- und Bühnenmusik tätig. Engagements führten ihn unter anderem an das Deutsche Theater sowie zu verschiedenen Produktionen der freien Theaterszene in Berlin. Diese Arbeit prägte früh sein Verständnis für musikalische Dramaturgie und Ensemblearbeit.

Ab 1989 verlagerte sich sein Schwerpunkt zunehmend auf den Jazz. Gemeinsam mit dem Gitarristen Romani Weiss gründete er das Ensemble Modern Gipsy Swing, aus dem mit dem Eintritt des Violinisten Martin Weiss das Martin Weiss Ensemble hervorging. In dieser Besetzung entstanden zahlreiche Aufnahmen sowie eine umfangreiche Konzerttätigkeit.

Seit 2024 ist André Loos in mehreren Formationen aktiv, darunter die Bons Baisers de Paris, das Romani Weiss Swingtett und Matrix of Emotion. Sein Kontrabassspiel ist geprägt von rhythmischer Klarheit und einem ausgeprägten Gespür für musikalische Zusammenhänge.